Stilikone – Katharine Hepburn im Portrait

Zitat: „Wenn du immer alle Regeln befolgst, verpasst du den ganzen Spaß.“

Katharine Houghton Hepburn war eine US-amerikanische Schauspielerin. Das American Film Institute wählte sie zur größten amerikanischen Filmschauspielerin des 20. Jahrhunderts.

Hepburn wurde am 12. Mai 1907geboren und wuchs als Tochter des Chirurgen Thomas Norval Hepburn und seiner Frau Katharine Martha Houghton Hepburn auf, die als engagierte Frauenrechtlerin galt.

Schon früh zeichnete sich ihr schauspielerisches Talent ab. Erste Bühnenerfahrungen konnte sie schließlich bei Theateraufführungen während ihres Studiums sammeln. Ihre erste Rolle erhielt Hepburn 1928 in dem Bühnenstück The Czarina (Die Zarin), wo sie in der Darstellung einer Hofdame eine brillante Performance darbot. Später sollte der Titel des Stücks zu ihrem Beinamen werden, den sie sich jedoch auch durch ihr selbstbewusstes und zuweilen herrisches Auftreten erwarb. Im selben Jahr fand Hepburn mit dem gut betuchten Ludlow Ogden Smith auch privat ihr Glück, doch die Ehe hielt nicht lange.

In der darauffolgenden Zeit folgten weitere Engagements am Theater, bis Hepburn 1932 schließlich zum Film wechselte. Ihr Leindwanddebüt gab sie im Drama A Bill Of Divorcement, in dem sie in einer Nebenrolle derart überzeugte, dass sie schon in der nächsten Produktion die Hauptrolle erhielt. Für Morning Glory, ihren dritten Film, erhielt sie ihren ersten von vier Oscars. Damit hält sie bis heute den Rekord an Oscar-Auszeichnungen.

Bei den Dreharbeiten zu Die Frau, von der man spricht lernte Hepburn den Schauspieler Spencer Tracy kennen und lieben. Die beiden drehten insgesamt neun Filme miteinander und waren bis zu Tracys Tod im Jahre 1967 ein Paar. Trotzdem rankten sich zeit ihres Lebens und darüber hinaus Gerüchte um ihre sexuelle Orientierung – nicht zuletzt wegen ihrer burschikosen Art und den oft unnahbaren Figuren, die sie verkörperte.

Katharine Hepburn markiert eine neue Ära in der Mode für Frauen. Sie war eine der wenigen Schauspielerinnen, die zu der damaligen Zeit Hosen trugen. Auf diese Weise kämpfte die eigenwillige, rothaarige Schönheit gegen die damals bestehenden weiblichen Vorbilder in der Filmbranche an. Bis heute kopieren Designer und Modemarken weltweit den maskulinen, raffinierten und minimalistischen Stil der Schauspielerin, die noch heute als Königin des Casual Chic gefeiert wird. Hosenanzüge, Hemden und Trenchcoats waren stets präsent im Kleiderschrank der Hollywood-Schönheit.

1994 drehte Hepburn ihren letzten Film, für den die damals 87-Jährige für den Screen Actors Guild Award nominiert wurde. Zwei Jahre später starb sie an den Folgen einer Krebserkrankung. Aus Anteilnahme an ihrem Tod wurde der Broadway für eine Minute komplett verdunkelt.
Auch heute steht Katharine Hepburn für die starke und intelligente Frau, die sie zum amerikanischen Vorbild der Frauenemanzipation machte.

Text: fashionpress.de
Foto: Australian Photographic Agency (APA) Collection

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